Warum ich parteilos bleibe

Margit Ricarda Rolf

Eigentlich war immer klar, dass zu meiner Arbeit
als Mobbing-Beraterin Neutralität Pflicht ist.

Einmal habe ich eine Ausnahme gemacht
und war kurze Zeit Mitglied der ÖDP.

Ich war aber schnell kuriert, denn wenn es um Pöstchen geht, unterscheiden sich kleine Parteien nicht von großen.

Nach meinem Ausscheiden dachte ich,
als Parteilose zu kandidieren, sei eine gute Sache.
Der Tod meines ältesten Sohnes kam dazwischen.

Als die Wahl vorbei war, habe ich Abgeordnete gefragt,
wie es denn so ist in der Bürgerschaft.
Die Antworten haben mir verdeutlicht, dass man dort verheizt wird.
Das muss ich mir nicht antun.

Der Schluss, den ich für mich gezogen habe, ist:

Außerparlamentarische Politik !

Ich tue, was ICH will, mit wem ICH will, wann ICH will und wo ICH will.
Anders ausgedrückt:
Ich bin Wechselwähler und bestimme mit meinem Kreuz
auf dem Wahlzettel, was ICH will.

Keine Ideologie. Kein Fraktionszwang. Kein Stress.
Und keine Meinungsumfragen !!!

Ich bin der Überraschungs-Wähler, der die Statistiken durcheinander wirbelt.

Als ehemalige Zeugin Jehovas habe ich verstanden,
dass die Unterschiede nicht so groß sind zwischen Religion/Sekte und Partei,
Ideologie oder Weltanschauung.

Bestes Beispiel dafür war für mich Olaf Scholz,
den ich anfänglich sympatisch fand, von dem ich aber schnell gelernt habe,
dass man weder seinem Grinsen, noch seinen Sprüchen Glauben schenken darf.
Olaf Scholz ist für mich einerseits ein Blender, anderseits aber auch ein ideologisch fehlgeleiteter Mensch, der wahrscheinlich eher einen Sektenbeauftragten bräuchte,
um kuriert zu werden. Scholz blendet jedenfalls die Realität zunehmend aus und
ist auch beratungs-resistent.  – Genau das finden wir auch bei Sekten-Opfern.

Gestern war ich im Museum für Hamburgische Geschichte.
Da fiel mir ein Plakat ins Auge:   Wahlkampf 1920.
Frauen durften erstmals wählen. Der Beginn der Demokratie.
Und wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diese Wahlplakate lachen.
Die SPD forderte die Frauen auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen,
damit sie – die Männer – auf ihre Pöstchen gehievt werden.  –  Unglaublich !

Es war voll im Museum und ich werde noch mal hingehen.
Das muss man wirklich gesehen haben.
Das ist heute die Partei, die allen anderen Populismus vor wirft.

Und hier kommt eines der Plakate:

Zu sagen hatten sie natürlich nichts !

Heute sind sie ja wenigstens Quotenfrauen. Und dabei sind sie austauschbar.

Ob Nahles, Schwesig oder Lange…

die Fäden werden noch immer im Hintergrund von Männern gezogen.
Man muss nur genau hin schauen.

Steinbrück, Steinmeier, Scholz, Gabriel, Schröder… die kunkeln noch immer in Hinterzimmern.

So war das, und so bleibt das.

Macht die CDU das besser ?

Wohl eher nicht.
Online habe ich leider kein Plakat gefunden.
Ich muss dem Museum einen weiteren Besuch abstatten.

Fest steht für mich, dass die ideologischen Verblendungen
von Parteimitgliedern viel mit Kulten zu tun haben.
Das passt nicht mehr wirklich in unsere Zeit.
                                                             Eure Ricarda 

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Über Ricarda

Gründerin und Leiterin der Mobbing-Zentrale, Parteilose Kandidatin für die Bürgerschaftswahl Hamburg 2013
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